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Computertomographie
  Die Computertomographie (CT) ist ein bildgebendes Verfahren, das mittels Röntgentechnik überlagerungsfreie Schnittbilder der gewünschten Körperregionen liefert.

In der Tiermedizin müssen die Tiere für eine CT-Untersuchung in eine oberflächliche
Narkose gelegt werden. Die Untersuchungszeit beschränkt sich jedoch auf wenige Minuten, wodurch ihr Einsatz auch bei Tieren mit erhöhtem Narkoserisiko, wie alten, kranken oder verunfallten Tieren möglich wird. Durch die kurze Narkosedauer eignet sich die Computer-
tomographie auch gut für die Diagnostik vor notwendigen chirurgischen Eingriffen.
Sie ist sehr nützlich zur Operationsplanung aufgrund der genauen Darstellung komplizierter Frakturen. Auch im einfachen Röntgenbild nicht erkennbare Haarrisse (z.B. des Schädels) werden deutlich.

Bei der Unfalldiagnostik kann sicher beantwortet werden, ob Knochenbrüche vorliegen und/oder Blutungen (z.B. beim Schädel-Hirn-Trauma) oder innere Verletzungen bestehen.
Da die Computertomographie in sehr kurzer Zeit durchgeführt werden kann, bringt sie v.a.
bei polytraumatisierten Tieren (d.h. bei Verletzung vieler Organe) einen schnellen und umfassenden Überblick über alle Schädigungen des Patienten ohne diesen durch eine unnötig lange Narkosedauer zu belasten.

      

Im Vergleich zum konventionellen Röntgen liefert die Computertomographie qualitativ hochwertigere Bilder ohne Unschärfen durch Atembewegungen. Dadurch und durch die Möglichkeit einer dreidimensionalen Darstellung eignet sie sich hervorragend zur Tumor-
und Metastasensuche im Brustkorb und Bauchraum.

Anders als bei der Untersuchung der Gliedmaßen, bei der die Computertomographie nach der Röntgenuntersuchung zur Präzisierung der Befunde dient, ist sie bei Wirbelsäulen-erkrankungen die Methode der ersten Wahl.

Ein weiterer Vorteil der Computertomographie im Vergleich zum konventionellen Röntgenbild liegt in der Diagnose von Gelenkproblemen, wie der Ellbogendysplasie (ED). Hier ermöglicht oft nur die Computertomographie eine exakte Diagnose vor dem Auftreten sekundärer degenerativer Prozesse.

Von der jeweiligen Fragestellung abhängig kann über die Vene ein Kontrastmittel verabreicht werden, wodurch die Aussagekraft der Schnittbilder weiter erhöht wird.

Hauptindikationen:

1.) Gelenkdiagnostik (Ellbogen FPC/IPA, Sprunggelenk OCD, Wirbelsäule)
  FPC FPC IPA
 
  Bandscheibenvorfall Bandscheibenvorfall Osteoarthritis Tarsus
 
   
2.) Polytraumapatienten
  Bänderriss
 
   
3.) Tumorsuche (Tumore der Knochen und Weichteile)
  Hüftgelenkstumor Lungenmetastasen Prostatakarzinom
 
   
4.) Diagnostik im Nasen-/Ohren-/Schädelbereich
  Innenohrpolyp
 

Wie läuft eine CT-Untersuchung ab?

Die computertomographische Untersuchung kann bei Tieren nur in Kurznarkose erfolgen. Meist wird hierfür nach einer Prämedikation eine Inhalationsnarkose mit Isofluran und Sauerstoff verwendet. Oft wird zusätzlich ein Kontrastmittel über die Vene verabreicht.

Die Untersuchungsdauer liegt durchschnittlich bei ca. 25 Minuten.

Am Ende der Untersuchung verbleibt der Patient noch unter Kontrolle an der Infusion, bis er aus der Narkose erwacht ist und nach Hause entlassen werden kann.

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