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Kernspintomographie
  Die Kernspintomographie (auch Magnetresonanztomographie = MRT genannt)
ist das modernste bildgebende Verfahren in der Tiermedizin.

Mit Hilfe der MRT werden ohne den Einsatz von Röntgenstrahlen und damit ohne schädliche Nebenwirkungen Gewebe und krankhafte Strukturen dargestellt.

Die MRT arbeitet mit einem starken Magneten und macht es dadurch möglich, Veränderungen sichtbar zu machen, die weder Röntgen, Ultraschall oder die Computertomographie erfassen können.

      

Die Einsatzmöglichkeiten der MRT sind vielfältig. In unserer Klinik sind die

Hauptindikationen:

1.) Darstellung der Wirbelsäule mit Bandscheiben und Rückenmark
  „Dackellähme“ bzw. Bandscheibenvorfälle, Cauda equina Syndrom versus
degenerative Myelopathie, therapeutisches Vorgehen und prognostische Aussage
nach Unfällen.
   
  Bandscheibenvorfall Rückenmarktumor Entzündung
nach einem
Bandscheibenvorfall
   
2.) Darstellung der Gelenkstrukturen bei Lahmheiten
  z.B. Kreuzband- bzw. Meniskusschäden im Kniegelenk.
   
  Knie: Meniskusschaden
 
   
3.) Epileptiforme Erkrankungen
  Gehirnuntersuchung mit dem Ziel, entzündliche Prozesse, Tumore, Narben etc.
zu differenzieren und lokalisieren.
  Gehirntumor EncephalitisHydrocephalus
   
4.) Erkrankungen des Hals-Nasen-Ohren-Bereichs
  Bei der Katze Lokalisation von Polypen, bei Hund und Katze Ausmaß von Tumoren
oder Entzündungen bei Nasenausfluss bzw. chronischer, therapieresistenter Ohrentzündung.
   
  Nase:Nase:Ohr:Ohr:
TumorAspergilloseTumorOtitis media
   

Zusätzlich gibt es vielfältige Möglichkeiten des Einsatzes der MRT bei speziellen Weichteilproblemen, z.B. Informationen über die Lage und Ausdehnung von Tumoren, Entzündungen oder Blutungen in den inneren Organen, in der Muskulatur und den Knochen.
Auch nach Unfällen kann das MRT eine große Hilfe sein, entsprechende therapeutische Maßnahmen zu ergreifen bzw. genauere Prognosen für den Patienten zu erstellen,
z.B. bei Wirbelsäulenfrakturen, bei Verletzungen des Schädels, bei Gehirnödemen oder
–blutungen.

Wie läuft eine MRT-Untersuchung ab?

Bei uns im Hause ist das speziell für Tiere entwickelte VetMR der Firma ESAOTE im
Einsatz. Aufgrund seiner Bauweise ist ein ungehinderter Zugang zum Patienten während
der ganzen Untersuchungsdauer möglich.

Die kernspintomographische Untersuchung kann bei Tieren nur in Vollnarkose erfolgen.
Wir verwenden hierfür nach einer Prämedikation eine Inhalationsnarkose mit Isofluran und Sauerstoff.

Zur Darstellung der fraglichen Region werden unterschiedliche Untersuchungssequenzen
in verschiedenen Orientierungen angefertigt. In den meisten Fällen wird zusätzlich ein Kontrastmittel intravenös verabreicht.

Die Untersuchungsdauer liegt durchschnittlich bei ca. 60 Minuten.
Am Ende der Untersuchung verbleibt der Patient noch kurz bei uns unter Kontrolle an der Infusion, bis er aus der Narkose erwacht ist und nach Hause entlassen werden kann.

Terminvereinbarung